KB_Titel_Pestizide

 

Liebe Freunde der Kaiser-Biere, wir möchten zum aktuellen Thema „Glyphosat-Rückstände im Bier“ Stellung nehmen:

 

Um gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat aufzunehmen, müsste ein Erwachsener an einem Tag rund 1000 Liter Bier trinken (siehe Bundesinstitut für Risikobewertung). Das ist natürlich keine Rechtfertigung.

 

Wieso aber ist das Thema jetzt gerade aktuell? Die Zulassung von Glyphosat läuft im Sommer dieses Jahres aus. Infolgedessen haben verschiedene Lobbyverbände ein Interesse daran, das Thema nun in ihre gewünschte Richtung zu lenken. Das Umweltinstitut in München, welches die Bier-Glyphosat-Studie diese Woche medienwirksam öffentlich machte, ist für einen Verbot des Pflanzenschutzmittels. Der deutsche Brauer-Bund sieht es dagegen als fraglich an, „inwiefern die heute veröffentlichte Studie des Vereins „Münchner Umweltinstitut“ einer seriösen wissenschaftlichen Überprüfung standhalten würde“ – LINK.

 

Die Wahrheit liegt – wie fast immer – in der Mitte. Fakt ist, dass die Meldung des Umweltinstitutes unnötig Ängste schürt. Fakt ist jedoch auch, dass Glyphosat zu Recht umstritten ist. Es lässt sich in Brot, Backwaren, Gemüse und vielem mehr ebenfalls nachweisen. Glyphosat ist das deutschland- und weltweit am häufigsten verkaufte Pestizid und wird sowohl in der Landwirtschaft, als auch in privaten Gärten verwendet – LINK

 

Als Reaktion auf das aufkochende Thema haben wir gestern Proben all unserer Biere an unser Labor geschickt. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden wir Euch davon in Kenntnis setzen. Wir lassen unser Malz, unser Brauwasser und unseren Hopfen regelmäßig und öfter als vom Gesetzgeber gefordert auf gesundheitsschädigende Stoffe untersuchen. Beim Anbau von Braugerste in Deutschland ist der Einsatz von Glyphosat grundsätzlich verboten. Wir beziehen unsere Gerste und unseren Weizen für all unsere Biere zu 100% aus Württemberg.

 

Wir hoffen, Euch mit dieser ersten Info weitergeholfen zu haben.
Eure Kaiser Brauerei.